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Was bedeutet KPU? Was bedeutet HPU?

Bei der sogenannten KPU (Kryptopyrrolurie) handelt es sich um eine weit verbreitete Stoffwechselstörung. Hierbei handelt es sich um eine Störung der Mitochondrien. Diese Störung ist seit 1958 zwar gut erforscht, jedoch weitestgehend unbekannt in Deutschland. In anderen Ländern (z. B. Schweiz) gehört diese zum schulmedizienischen Repertoire.

Der niederländische Biologe Dr. Kamsteeg hat im Jahr 2000 eine weitere, ähnlich verlaufende Krankheit (Pyrrolurie) beschrieben, die sogenannte HPU (Hämopyrrolaktamurie).

 

Was sind die wichtigsten Fakten zur KPU/HPU?

KPU und HPU verlaufen in der Regel über Jahre schleichend und mild. Auch das ist ein Grund, warum die Diagnose bei Betroffenen häufig erst nach Jahren gestellt wird. Häufig ist die Entgiftung bei den Betroffenen unzureichend. Dies ist auch ein Grund für viele Symptome und Folgeerkrankungen. KPU und HPU beruhen auf einer Häm-Synthesestörung. Diese ist entweder erworben oder angeboren. Die Störung verursacht einen Mikronährstoffverlust vor allem an Mangan, Vitamin B6 und Zink.

Vitamin B6:  ist an über 100 Stoffwechselvorgängen beteiligt
Zink: ist allein an über 300 Stoffwechselvorgängen beteiligt
Mangan: ist an über 50 Stoffwechselvorgängen beteiligt

 

Was sind die Auswirungen einer KPU und HPU?

Sowohl bei der der KPU, als auch bei der HPU ist die Synthese von Häm gestört. Weil in Folge Häm nicht ausreichend gebildet werden kann, treten weitreichende Probleme auf:

  • Verminderte Sauerstoffversorgung im Körper, infolge ist die Energiegewinnung in den Zellen reduziert
  • reduzierte Muskelkraft und schlechter Muskelaufbau, da für den Aufbau von Muskelgewebe Häm als Bestandteil von Myoglobin benötigt wird
  • Verminderte Entgiftungskompetenz der Leber, Umwelttoxine wie Schwermetalle u.a. können nur schlecht entgiftet werden
  • Aufgrund der gestörten Häm-Synthese entstehen für Nervengewebe und Gehirn schädliche Substanzen. Auf diesem Boden können sich neurologische und psychische Symptome ausbilden

 

Wie finde ich heraus, ob ich unter HPU/KPU leide?

Von der HPU sind ungefähr 10 Prozent der Frauen, sowie 1 Prozent der Männer betroffen. Anhand einer Urinanalyse kann die HPU/KPU diagnostiziert werden.

Der Standardurintest ist hierfür nicht geeignet. Wir raten von Tests aus dem Internet ab. Wir beraten Sie gerne. Die Materialien für die Urinuntersuchung erhalten Sie von uns in der Praxis.

 

Was sollte ich bei der Durchführung eines HPU/KPU Tests beachten?

Bei einer Erstdiagnostik empfehlen wir immer, Supplemente wie Zink, Mangan und B6 mindestens 2 Wochen vorher abzusetzen.

 

Welche weiterführende Diagnostik macht bei einem positiven HPU/KPU Test Sinn?

  • Schilddrüsenprofil: TSH, fT3, fT4, TPO, TAK, Selen, Jod
  • Stressprofil: Katecholamine, Serotonin, Cortisol
  • Schwermetalle: Blei, Arsen, Quecksilber, Aluminium, überdurchschnittlich häufig finden wir v.a. bei Kindern, bei denen ursprünglich ADHS diagnostiziert wurde, hohe Belastungen an giftigen Schwermetallen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Laktoseintoleranz, Glutensensitivität und Zöliakie, Histadelie (wenn Histamin auf die Nerven geht)

 

Welche Beschwerden, Symptome, Beschwerden und Erkrankungen können die Folge einer HPU/ KPU sein?

  • Chronische Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Schnelle Ermüdung
  • Schwäche, Antriebslosigkeit und Energiemangel
  • Entgiftungsstörungen: von Amalgam, Quecksilber, Blei, Aluminium, Cadmium, Pestiziden, Insektiziden, Fungiziden, Holzschutzmitteln, Alkohol, Kunststoffen, Lacken, Klebstoffen, Medikamenten.
  • Erkrankungen des Zuckerstoffwechsels: Insulinresistenz, Diabetes mellitus, Heißhungerattacken und Unterzuckerungen
  • Psychische Probleme: Stimmungsschwankungen, Burn-out, erhöhte Stressempfindlichkeit, leichte Reizbarkeit, Nervosität, depressive Verstimmung, Ängstlichkeit, Impulsivität, Suchtverhalten, Angststörungen, Depression, Psychosen, Schizophrenie
  • Neurotransmitterbildungsstörung: Dopamin, GABA, Serotonin, Noradrenalin
  • Hochsensibilität: Geräuschempfindlichkeit, Lichtempfindlichkeit, Geruchsempfindlichkeit, Nervosität, Herzklopfen
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Kognitive Beeinträchtigung: schlechte Konzentrationsfähigkeit, Brain Fog, Gehirnnebel, schlechtes Gedächtnis, Lernstörungen, AD(H)S, Autismus
  • Magen- und Darmprobleme: Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit , Leaky-Gut-Syndrom, Resorptionsstörungen von Mikronährstoffen, Bauchschmerzen, Durchfall, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Laktoseintoleranz, Zöliakie, Glutenunverträglichkeit, Sorbit- , Fruktose-, und Histaminintoleranz,
  • Gallensteine
  • Ammoniakabbaustörung
  • Alkoholunverträglichkeit
  • Hautprobleme: Juckreiz, Tierhaarallergien, Schleimhaut
  • Haar: Haarausfall, feines Haar
  • Nägel: brüchige Nägel, Rillen, weiße Flecken (Zinkmangel)
  • Gynäkologische Probleme: unerfüllter Kinderwunsch, Unfruchtbarkeit, geringe Libido, Potenzstörungen, Zyklusstörungen, Polyzystisches Ovar (PCO) , Blutungsstörungen, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Schwangerschaftserbrechen, Gestationsdiabetes, Störungen der Sexualhormonbildung wie Testosteron und Progesteron
  • Arteriosklerose: aufgrund von Abbaustörung von Homocystein
  • Störungen der Glutathionsynthese
  • Immunsystem: Infektanfälligkeit, häufige Erkältungskrankheiten, Pilzerkrankungen, Herpesinfektionen, Gürtelrose, Autoimmunerkrankungen
  • Schilddrüsenunterfunktion: Hashimotothyreoiditis